Aktuelles

SGR-News

Informationen zum Coronavirus (COVID-19 / SARS-CoV-2)

Die Lage kann sich laufend ändern. Aktuelle Informationen und Antworten auf häufige Fragen zum Coronavirus finden Sie auf der Website des BAG

Das BAG hat für Fragen Telefon-Hotlines eingerichtet (täglich von 8 bis 18 Uhr):

  • Für Gesundheitsfachpersonen: 058 462 21 00
  • Für die Bevölkerung: 058 463 00 00
Statement Clinical Affairs Kommission (Stand 2. November 2020)
Nach aktuellem Stand gibt es keinen Grund, dass Patienten ihre Basistherapie unterbrechen, solange kein Verdacht auf eine aktive Infektion mit dem Coronavirus besteht (z.B. Husten, Atemnot und/oder Fieber ≥ 38ºC).
 
Grippeimpfung (Stand 2. November 2020)
Immunsupprimierten Patienten oder Patienten auf antirheumatischen Basistherapien wird die Grippeimpfung stark empfohlen. Angesichts der COVID-19-Pandemie ist eine Grippeimpfung besonders wichtig, da die Risiken einer zeitgleichen Infektion mit Influenza und COVID-19 noch unbekannt sind.
 
Plaquenil® (Hydroxychloroquin) (Stand 9. Juni 2020)
Studiendaten konnten die Hinweise auf eine Wirksamkeit des Medikamentes bei COVID-19 Infektionen nicht belegen.

Gemäss dem Schreiben des BAG vom 8. Juni 2020 hat sich die Versorgung mit Hydroxychloroquin für chronische Patientinnen und Patienten stabilisiert und bereitet derzeit keine Schwierigkeiten mehr. Angesichts der günstigen Entwicklung der Lage werden die Empfehlungen und Begleitmassnahmen (Verwendung des Bestellformulars) deshalb mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Actemra® (Tocilizumab) (Stand 2. November 2020)
Studiendaten konnten die Hinweise auf eine Wirksamkeit des Medikamentes bei COVID-19 Infektionen nicht belegen.

Die Verwendung von Actemra® bei COVID-19 Infektionen wird derzeit nicht mehr empfohlen (siehe https://ssi.guidelines.ch/guideline/3352). Die Empfehlung der SGR vom 24.03.2020, bei Patienten mit Actemra® bei einer rheumatischen Erkrankung, nach Möglichkeit von einer intravenösen Gabe auf eine subkutane Verabreichung umzustellen, wird demnach aufgehoben.

Aufhebung der Vorgabe zum Schutz der Gruppe besonders gefährdeter Personen (Stand 2. November 2020)

Gemäss Art. 28 der Verordnung 3 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) wurden die COVID-19-Verordnung 2 vom 13. März 2020 und damit auch die Vorgaben zum Schutz der Gruppe besonders gefährdeter Personen aufgehoben. Es gilt das Arbeitsgesetz. Die Entscheidung darüber, ob die Arbeitnehmenden zu Hause oder im Büro arbeiten sollen, ist dem Arbeitgeber überlassen. Jedoch empfiehlt das BAG gemäss den Hygiene- und Verhaltensregeln wenn möglich im Home-Office zu arbeiten, um die Kontakte und somit die potenzielle Verbreitung des Virus zu reduzieren. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Gesundheit der Arbeitnehmenden mit entsprechenden Massnahmen zu schützen. Vorrang haben dabei die Massnahmen bezüglich Abstand, Händehygiene und Reinigung. In Fällen, in denen aus beruflichen Gründen der Abstand von 1.5 Metern nicht eingehalten werden kann, hat der Arbeitgeber weitere Präventionsmassnahmen zu ergreifen (z.B. physische Trennung, getrennte Teams oder das Tragen von Schutzmasken).

Empfehlung für Patientinnen und Patienten
Derzeit gibt es keine allgemein gültigen Hinweise, die angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus zum Absetzen aller immunsuppressiven Medikamente raten lassen. Nehmen Sie also Ihre antirheumatischen Medikamente bis auf weiteres unverändert weiter ein. Im Einzelfall mag aber Ihr behandelnder Rheumatologe oder Hausarzt zu einer individuell anderen Einschätzung von Nutzen und Risiken Ihrer Behandlung kommen und die Behandlung zumindest vorübergehend aussetzen wollen. In dem Fall folgen Sie bitte den individuell getroffenen Anweisungen.
 
Weitere Informationen
Weltgesundheitsorganisation (WHO) - Coronavirus
 

 

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Kontakt

Schweizerische Gesellschaft für Rheumatologie
Josefstrasse 92
8005 Zürich
Telefon: +41 44 487 40 62
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!